Google Insights 2019 auf Deutsch: Fakten und Trends für SEOs, Unternehmer und Marketingspezialisten

Eines der vielen Datenzentren von Google, hier abgebildet ein Blick hinter die Server in Mayes County in Oklahoma.

Englisch ist keine Selbstverständlichkeit

Lehn-, Mode-, Fachwörter oder gleich ganze Sätze: Englisch hat sich längst im Alltag aller eingenistet. Als taffer Geschäftsführer und IT-Spezialist sind Englischkenntnisse Pflicht. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Sprache auch fliessend gesprochen wird und dass es Spass macht, sich täglich mit Fachwörtern auseinanderzusetzen.

Darum auch nachfolgend die kleine Dienstleistung von WebKinder, den Think with Google 2019 Research Review auf Deutsch zu übersetzen. In diesem Bericht bündelt Google Kennzahlen zu Suchanfragen, Einkaufsverhalten, Hardware und Nutzerpräferenzen der durchschnittlich letzten zwei Jahre und leitet daraus Trends ab. Zuunterst ergänzen wir die teilweise etwas knapp gehaltenen Texte von Google der Verständlichkeit halber mit unserer eigenen Gedanken.

Das Headerbild zeigt übrigens eines der vielen Datenzentren von Google, in diesem Fall dasjenige von Mayes County in Oklahoma. Speziell hierbei ist, dass Google einen Blick hinter die Server gewährt. Was man hier also sieht ist nicht ein zugestellter Gang, sondern ein Lüftungsschacht für die warme Abluft der Server. Die vielen von Google gesammelten Daten müssen schliesslich auch verarbeitet und gespeichert werden. Einen Überblick über die Rechenzentren gibt es hier.

Die Kernpunkte

  1. Customer Journeys werden zusehends komplexer
  2. Neue Medienkanäle entstehen
  3. Sofortige Verfügbarkeit ist oftmals wichtiger als Loyalität
  4. Traditionelle Industrien wandeln sich mit der Digitalisierung
  5. Verbesserte Standards für die Privatsphäre und für digitales Wohlbefinden
  6. Zusammenfassung und Interpretation

1. Kundenreisen werden komplexer

Die Interaktionen und Auswahlmöglichkeiten für und mit digitalen Inhalten nehmen zu und werden zusehends unübersichtlicher. Potenzielle Kunden springen hin- und her zwischen Online- und Offlinewelten und Leistungsindikatoren (performance channels) werden als oberster Teil des Einkaufstrichters (purchase funnel) behandelt. Für Verkäufer ist es deswegen so schwer wie nie, zu verstehen, wie sie ihr Zielpublikum erreichen sollen.

Verkäufer stempeln die Suche häufig als oberen Teil des Einkaufstrichters ab. Allerdings ist es ebenso wahrscheinlich für Menschen bereits früh in der Kundenreise nach Sonderangeboten, Ideen und Inspirationen zu suchen.

Entwicklungen der Suchanfragen auf mobilen Geräten innerhalb der letzten zwei Jahre:

  • Suchanfragen für „simpel“ und „Ideen“ haben um über 60% zugenommen.
    Beispiele: Ideen für simples Abendessen, Ideen für einfache Kostüme, Ideen für einfache Zeichnungen (Google).
  • Suchanfragen für „personalisiert“ haben um über 60% zugenommen.
    Beispiele: Personalisierte Geschenke, personalisierte Weihnachtsstrümpfe, personalisierte Decken, personalisierte Halsketten (Google).
  • Suchanfragen für „rewards app“ haben um über 90% zugenommen (Google).

Der Omnichannel Trend hat 2019 weiterhin angehalten.

  • 83% aller U.S. Käufer, welche einen Laden besucht haben, gaben an, vorher online danach gesucht zu haben (Google/IPSOS).
  • Ungefähr 45% aller Käufer weltweit kaufen online und holen ihr Produkt dann im Laden ab, was ihnen mehr Flexibilität im Einkauf und Erhalt ihrer Artikel bietet (Google/IPSOS).
  • Mehr als 55% aller Käufer gaben an, online Videos anzuschauen, während sie in einem Laden einkaufen (Google/IPSOS).

2. Neue Medienkanäle entstehen

Von der wachsenden Nutzung von Podcasts und Online Videos zu neuen Technologien wie erweiterter Realität (augmented reality) und Sprachsteuerung: die Medienlandschaft entwickelt sich stetig weiter. Das Zielpublikum für Verkäufer war noch nie zuvor derart vernetzt. Allerdings kann es schwer sein, genau zu wissen, mit welchem dieser online Medien potenzielle Kunden die meiste Zeit verbringen. Um mit dem Medienwandel mitzuhalten und zu wissen, wie das Zielpublikum erreicht werden kann, müssen Verkäufer besser informiert sein als je zuvor.

Menschen wenden sich zusehends an die Bildersuche für Ideen und Inspirationen.

  • Mobile Suchanfragen für „Bildersuche“ haben um mehr als 60% in den letzten zwei Jahren zugenommen (Google 2018).
  • 50% der Onlinekäufer sagen, dass ihnen Bilder beim Kaufentscheid geholfen haben (Google Survey Januar 2019).
  • 53% der Onlinekäufer sagen, dass Bilder sie zum Kauf motivieren (Google Survey Januar 2019).

Die Bedeutung von Onlinevideos nimmt weiterhin zu und die Art und Weise, wie Menschen Videos konsumieren, ändert sich ebenfalls.

  • Die Wiedergabezeit für Videos auf YouTube mit Bezug auf Shopping hat für die Staaten um das Fünffache in den letzten zwei Jahren zugenommen (Google Juni 2018).
  • Innerhalb der letzten drei Jahre hat die Zahl an YouTube Kanälen mit über einer Milliarde Aufrufe um das Fünffache zugenommen (Google März 2019).
  • 70% der Wiedergabezeit von YouTube Videos entfällt auf Smartphones und Tablets (Google Data Dezember 2018).

Andere Medienformen wie Online Videos (abgespielt auf Fernsehern), Podcasts und Sprachassistenten werden beliebter.

  • 27% der globalen Onlinebevölkerung benutzt die sprachgesteuerte Suche auf mobilen Engeräten (Global Web Index Dezember 2018).
  • Die Wiedergabezeit von YouTube Videos auf Fernsehgeräten hat weltweit die 250 Millionen Stunden Marke pro Tag überschritten (Google April 2019).
  • Mobile Suchanfragen für „Podcast(s)“ haben in den letzten zwei Jahren um über 80% zugenommen (Google Dezember 2018).

Die Nutzung von Smartspeaker steigt weiter an, nicht zuletzt weil sie stärker mit ihren Nutzern verknüpft sind.

  • Die aktive Nutzung von Google Assistant ist im letzten Jahr um das Vierfache gewachsen (Google Home Oktober 2019).
  • Über 16 Millionen Rezepte wurden während der Weihnachtszeit mit Google home devices gesucht, wobei eine Million davon auf Weihnachten entfällt (Google Home Oktober 2019).
  • Google Assistant ist mittlerweile in mehr als einer Milliarde Geräte eingebaut (Google Home Oktober 2019).

3. Sofortige Verfügbarkeit ist wichtig

Das neue Schlachtfeld für Marken ist es, die dringenden Kundenbedürfnisse befriedigen zu können. Die Gewinner werden diejenigen sein, die die meiste Zeit für ihre Kunden einsparen können und ihnen das am schnellsten geben, was sie wollen.

  • 75% aller Smartphone Nutzer erwarten sofortige Information wenn sie ihr Smartphone benutzen (Google/IPSOS Januar 2019).
  • Fast die Hälfte aller Käufer geben an, die Ladenbestände online zu prüfen, bevor sie zum Laden gehen (Google/IPSOS Januar 2019).
  • Mobile Suchanfragen für „beste“ und „jetzt/sofort“ haben in den letzten zwei Jahren um über 125% zugenommen.
    Beispiele: „aktuell bestes Smartphone“, „beste Aktien zum investieren“, „beste Leasingangebote für Geländewagen “ (Google März 2019).

„In meiner Nähe“ Suchanfragen nehmen in fast jeder Kategorie zu, wobei die Leute lokalabhängige Suchanfragen mit anderen Suchabsichten kombinieren.

Entwicklungen der Suchanfragen auf mobilen Geräten innerhalb der letzten zwei Jahre:

  • Suchanfragen für „Wo kaufen“ und „in meiner Nähe“ haben um über 200% zugenommen.
    Beispiele: „Wo Blumen in der Nähe kaufen“, Wo Briefmarken in der Nähe kaufen“, „Wo Kürbisse in der Nähe kaufen“ (Google März 2019).
  • Suchanfragen für „Geöffnetes Geschäft in meiner Nähe“ wie zum Beispiel „Geöffneter Lebensmittelladen in der Nähe“ oder „Laden für Autoteile in der Nähe“ haben um über 250% zugenommen (Google Data März 2019).
  • Suchanfragen für „Sonderangebot“ und „in der Nähe“ wie zum Beispiel „Reifenaktion in der Nähe“ oder „Häuser im Sonderangebot in der Nähe“ haben Jahr für Jahr um 250% zugenommen (Google Data März 2019).
  • Suchanfragen, welche „Versicherung in meiner Nähe“ beinhalten, haben um über 100% zugenommen (Google Juni 2019).
  • Suchanfragen, welche „Bank in meiner Nähe“ beinhalten, haben um 60% zugenommen (Google Juni 2019).
  • Suchanfragen, welche „Reparatur in der Nähe“ beinhalten, haben um über 110% zugenommen (Google Juni 2019).

4. Digitalisierung

2019 haben sich noch mehr traditionelle Industrien digitalisiert, weil ihre Kunden ihre Angebote online gesucht und gekauft haben.

Lebensmittel

  • Mobile Suchanfragen für „Lebensmittelapp“ haben in den letzten zwei Jahren um über 900% zugenommen (Google Dezember 2018).
  • 75% aller Onlinekäufer gaben an, weiterhin beim allerersten online Verkäufer für Lebensmittel einzukaufen, den sie probiert haben (Google/Bain Dezember 2018).
  • Nur 3% aller Lebensmitteleinkäufe der U.S. werden online abgewickelt. Allerdings wird erwartet, dass sich dieses Geschäftsmodel innerhalb der nächtsten zehn Jahre verdreifachen wird (Bain & Company Februar 2019).

Automobil

  • Mobile Suchanfragen für „beste“ und „Autos/Lastwagen/Geländewagen“ haben in den letzten zwei Jahren um 55% zugenomen (Google September 2018).
  • Die Wiedergabezeit von YouTube Videos auf mobilen Endgeräten über Testfahrten haben in den letzten zwei Jahren um über 70% zugenommen.
  • Mobile Suchanfragen für „elektrische(s) Auto(s)“ haben in den letzten zwei Jahren um über 85% zugenommen.
    Beispiele: „elektrische Autos“, „bestes elektrisches Auto“, „bmw elektrischens Auto i8“, „Ladestation für elektrische Autos“, „beste elektrische Autos“ (Google Dezember 2018).

Finanzen

  • Mobile Suchanfragen bezogen auf Planung und Verwaltung haben in den letzten zwei Jahren um über 70% zugenommen (Google Dezember 2018).
  • Mobile Suchanfragen für „ertragsstark/gewinnbringend“ haben sich in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt.
    Beispiele: „gewinnbringende Ersparnisse“, „ertragsreiche Sparbriefe“, „gewinnbringende Anleihen“ (Google Dezember 2018).
  • Mobile Suchanfragen für „beste Kreditkarten“ haben in den letzten zwei Jahren um über 70% zugenommen.
    Beispiele: „beste Methode um Kredit abzubezahlen“, „was ist die beste Kreditkarte“, „beste Kreditkarte für junge Erwachsene“, „10 beste Kreditkarten“ (Google Dezember 2018).

5. Verbesserte Standards für die Privatsphäre und für digitales Wohlbefinden

2019 wurde deutlich, dass die Privatsphäre der Nutzer, ihr Vertrauen und ihr Wohlbefinden Hand in Hand mit effektiver Werbung gehen. Um erfolgreich zu sein und das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen müssen Verkäufer die Industriestandards anheben und mehr Möglichkeiten und Einblicke zur Verfügung stellen, damit die Kunden ihr digitales Wohlbefinden regulieren können.

  • Letztes Jahr wurden die Google Account Einstellungen 2.5 Milliarden Mal aufgerufen. Auf diesen Seiten können die Nutzer ihre Einstellungen für personalisierte Werbung ändern (Google Trends 2018).
  • Suchinteressen für „meine Aktivitäten“, wo Leute Informationen verwalten können, welche in ihren Google Accounts gespeichert werden, haben sich seit 2016 versechsfacht (Google Data Dezember 2018).
  • 67% aller Eltern sind besorgt über die Zeit, welche Kinder mit ihren Geräten verbringen (Google April 2019).
  • Die Wiedergabezeit von Videos bezogen auf „Ruhezeit“ hat im letzten Jahr um 80% zugenommen (YouTube 2018).
  • Einer von drei Amerikanern hat im letzten Jahr Massnahmen zur Verbesserung des digitalen Wohlbefindens getroffen und über 80% davon haben angegeben, dass das einen positiven Effekt auf ihr allgemeines Wohlbefinden gehabt hat (Google Oktober 2019).
  • YouTube hat die „Mach eine Pause“ Erinnerungen über eine Milliarde Mal ausgeliefert, nachdem die Funktion das letzte Jahr vorgestellt wurde (Google April 2019).

Zusammenfassung und Interpretation

Kundenbedürfnisse befriedigen: Relevante Informationen möglichst schnell bereitstellen.

Die Käufer schätzen Flexibilität in der Bestellabwicklung und informieren sich gerne online über Läden und Produkte, selbst wenn direkt im Laden gekauft wird. Dabei zählt, relevante Informationen möglichst schnell bereitzustellen. Aktuelle Warenbestände, informative Produkttexte, schnelle Ladezeiten, aussagekräftige Bilder und generelle SEO Optimierungen stellen die Grundlage eines jeden erfolgreichen Online-Shops dar. Mehr ist nicht immer besser, die Relevanz der Antwort der Verkäufer auf die Fragen der Kundem zählt am meisten. Oder anders: Jede Google Suche kann als Kundenproblem verstanden werden. Die Aufgabe der Verkäufer ist es dann, mit ihren Inhalten die passende Lösung dafür bereitzustellen.

Es wird immer und überall eingekauft.

Online Shopping beginnt nicht erst im E-Commerce Shop oder bei einer Suchanfrage mit Kaufinteresse. Vielmehr können auch allgemeine Suchanfragen als Anfang einer Kundenreise verstanden werden. Kunden suchen nach informativen und inspirierenden Informationen. Bietet ein Verkäufer diesen Mehrwert nebst seinen eigentlichen Produkten, kann er damit auch Kunden interessieren, welche keine direkte Kaufabsicht haben. Werden Vergleiche, Bewertungen und Detailinformationen nicht vom Verkäufer angeboten, finden die Leute die entsprechenden Infos auf YouTube, in Vergleichsportalen, Blogs, etc.

Für bildschirmlose Geräte zählen nur die besten Suchergebnisse.

Multimedia Inhalte gewinnen weiter an Bedeutung. Kunden informieren sich nicht nur via Text, sondern zunehmend auch über Videos, Podcasts und sprachgesteuerte Assistenten. Letztere sind Teil der sogenannten Screenless Device Revolution und präsentieren den Suchenden nur die Top Suchergebnisse. Es reicht dementsprechend nicht mehr, auf der ersten Seite zu ranken. Top Platzierungen in den Rankings der Suchmaschinen zu erzielen ist wichtiger denn je. Weil die sprachgesteuerte Suche deutlich natürlicher ist als eine Textsuche, müssen auch neue SEO Techniken berücksichtigt werden. Zudem muss weiter gedacht werden: Mit Autos, Haushaltsgeräten, Wearables, usw. kann das Internet bereits heute sprachgesteuert und teilweise bildschirmlos durchsucht werden.

YouTube ist nicht nur für Teenager.

Auch YouTube ist eine Suchmaschine. Je nach Altersgruppe und Betrachtungsweise die zweit- bis drittgrösse Suchmaschine der Welt (wobei dieser Artikel einige Details erläutert und als Quelle dient). Nicht jede Firma sollte YouTube Videos produzieren, davon können wohl die meisten ein Lied singen. Die Wichtigkeit von Videos sollte allerdings nicht ausser Acht gelassen werden, zumal YouTube Videos omnipräsent in den Google Suchresultaten erscheinen und sich gemäss den Kennzahlen von oben kontinuierlich auf dem Fernseher im heimischen Wohnzimmer verbreiten werden. Laut Hootsuite ist YouTube bereits heute die zweitbeliebteste Plattform, um Videos auf Fernsehgeräten anzuschauen.

Die Digitalisierung betrifft alle.

Die Digitalisierung erfasst auch traditionell analoge Betriebe. Den Kunden ist Information und Flexibilität wichtig, die analoge oder digitale Natur der Firma und ihrer Produkte spielt dabei keine Rolle. Die Auffindbarkeit im Internet sowie die Möglichkeit zur Bestellabwicklung online betrifft alle Betriebe, selbst wenn die Kunden ihre Produkte weiterhin direkt in Läden einkaufen oder abholen. Bereits hilfreich sind einfache Google My Business Einträge zum Standort des Ladens sowie dessen Öffnungszeiten. Anstatt sich der Digitalisierung zu verwehren, kann gefragt werden, wie davon profitiert werden kann. Als Lebensmittelhändler kann ich eine App mit Rezepten entwickeln lassen, welche meine Produkte beinhalten. Lohnt sich ein Online-Shop oder ein Versandangebot für mich nicht, können mich die Kunden auch aus der App heraus anrufen und eine Bestellung aufgeben. Ist die Bestellung beim Eintreffen der Kundschaft abholbereit, habe ich bereits damit einen Mehrwert geschaffen und bin durch die zur Verfügung gestellte Flexibilität im Vorteil.

Persönlich, lokal, direkt

„Personalisiert“, „Ich“, „in meiner Nähe“ und ähnliche Suchanfragen haben massiv zugenommen. Das Suchverhalten der Menschen hat sich verändert. Obwohl die Suchmaschinen standortrelevante Suchergebnisse ausliefern wird trotzdem häufig nach „in der Nähe“ gesucht. Standorteinträge und Öffnungszeiten gehen dementsprechend mit der sofortigen Verfügbarkeit von relevanten Informationen einher. Die Menschen suchen vermehrt auch in der textbasierten Suche so, wie sie sprechen (Quelle: Google). Häufig suchen sie nach Angeboten, welche direkt auf sie zugeschnitten oder personalisierbar sind. Die Psychologie hinter diesem Verhalten verdient einen eigenen Blogbeitrag (so wie diesen beispielsweise). Hier seien die Stichworte Selbstverwirklichung, Identität und Zugehörigkeit genannt. Um in der Masse der Konsumgesellschaft einzigartig zu bleiben bietet es sich an, die Produkte, mit denen man sich identifiziert, zu personalisieren. Farben, Formen, Texte, Widmungen, etc: bieten Verkäufer die persönliche Gestaltung ihrer Produkte an, liegen sie im Trend.

Schlusswort

Niemand kann die Zukunft vorhersagen. Es ist allerdings wahrscheinlich, dass die Trends der letzten Jahre anhalten. Um darauf vorbereitet zu sein, müssen die Kundenbedürfnisse in den Vordergrund gestellt werden. Bietet man nicht das, wonach gesucht wird, wird man nicht in den organischen Suchresultaten ranken. Und gesucht wird auf allen Kanälen; von inspirierenden Inhalten über Ratgeber bis hin zu konkreten, personalisierbaren Produkten. Potenzielle Kunden können leichter auf die eigenen Produkte aufmerksam gemacht werden, wenn Inhalte bereitgestellt werden, die einen Mehrwert bieten und den Kunden darüber hinaus die Freiheit gelassen wird, so einzukaufen, wie sie wollen. Dazu gehört sowohl die Hoheit über persönliche Daten als auch ein ungezwungener Kaufentscheid, beispielsweise via Content Marketing.

Die eine, treibende, hinter allem stehende und wachsende Dienstleistung ist die Erarbeitung einer essenziellen Information: Herauszufinden, was die Kunden wollen. Was Kunden tun kann mittels Tracking leicht herausgefunden werden. Hingegen ist es schwer, den Grund, also das warum hinter diesen Handlungen zu bestimmten. Als Digital Analytics Agentur ist genau das unsere Dienstleistung. Weisst du, warum deine Kunden ihren Einkaufswagen stehen gelassen haben? Oder warum nur das eine Sonderangebot gut performt hat? Wissen dieser Art wird zukünftig unabdinglich sein. Da bietet es sich an, proaktiv zu handeln und bereits heute mit uns Kontakt aufzunehmen.

Euki Ziehbrunner

Ich kann mich für (fast) alles begeistern und bin für vieles von dem verantwortlich, was du hier liest. Gefällt dir etwas davon (oder eben nicht), erreichst du mich via E-Mail.