Fünf Schritte zu einem spamfreien Google-Analytics-Konto

In fünf einfachen Schritten kann das Google-Analytics-Konto von Spam Traffic gesäubert werden.

Für Ungeduldige vorab die grobe Vorgehensweise:

  1. Neue Datenansicht erstellen
  2. Gültige Hostnamen per Filter einschliessen
  3. Spam Crawlers per Filter ausschliessen
  4. Neues Segment mit den erstellten Filtern hinzufügen
  5. Funktion «Bots herausfiltern» aktivieren

Was ist «Spam Traffic» oder «Ghost Traffic» und wieso kümmert mich das?

Spam Traffic, oder auch Ghost Traffic genannt, sind falsche Besuche auf der Seite. Sie schaden zwar der Webseite nicht, doch die Daten im Google Analytics werden verfälscht. In unserem Fall hat der Spam Traffic ganze 6% der Gesamtbesuche ausgemacht. Das sieht auf den ersten Blick vielleicht nicht nach viel aus, kann jedoch grosse Unterschiede ausmachen – besonders bei Umsatzzahlen im E-Commerce. Deshalb ist es wichtig, den falschen Spam Traffic auszuschliessen.

1. Neue Datenansicht erstellen

Zuerst stellt man sicher, dass eine unverfälschte Variante der Seite besteht, bei der keine Filter aktiv sind. Wenn dies der Fall ist, wird eine neue Datenansicht erstellt und entsprechend benennt. In unserem Fall haben wir sie mit «ohne Spam» gekennzeichnet.

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2. Gültige Hostnamen per Filter einschliessen

In einem zweiten Schritt ermittelt man alle gültigen Hostnamen. Im Bereich «Berichte» findet man unter «Zielgruppe» den Tab «Technologie» und dann «Anbieter». Als primäre Dimension wählt man nun «Hostname» und alle Hostnamen werden angezeigt. Dazu wählt man am besten den gesamten Zeitraum an.

hostnamen-analytics

Wichtig: Um keine Daten zu verlieren, sollte man diesen Schritt sehr sorgfältig ausführen. Die eigene Domain ist nicht der einzige gültige Hostname. Alle Seiten, auf denen der Google Analytics Code eingebettet wurde, gehören auch dazu. Das können Bezahldienste, Caching-Dienste, Übersetzungsdienste, YouTube-Accounts, Subseiten oder weitere Seiten sein.

Wenn man sich sicher ist, dass man alle gültige Hostnamen ermittelt hat, erstellt man einen Filter. Dazu geht man auf «Verwaltung», wählt die richtige Datenansicht aus (ohne Spam) und klickt auf «Filter». Der Filter wird entsprechend benannt und als „Hostname-Traffic einschliessen“ definiert. Einfach den Hostnamen eingeben und speichern.

hostname-einschliessen

Damit ist das grösste Übel bereits abgewendet, da sich viele Spammer nicht die Mühe machen, den richtigen Hostnamen zu verwenden.

3. Spam Crawlers per Filter ausschliessen

Um den Ghost Traffic auszuschliessen, werden weitere Filter benötigt. Ein Filter kann nur 255 Zeichen beinhalten, weshalb mehrere erstellt werden müssen. Dazu wird die Kampagnenquelle ausgeschlossen und die Spam-Domains werden als reguläre Ausdrücke beim Filtermuster eingegeben. Das ist jedoch keine endgültige Lösung, da die Filter regelmässig aktualisiert werden müssen, um neue Spammer auszuschliessen.

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4. Neues Segment mit den erstellten Filtern hinzufügen

Wenn die Filter sitzen, kann unter «Berichte» eine gesäuberte Ansicht erstellt werden. Dazu fügt man ein neues Segment hinzu, welches man wieder klar benennt.

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5. Funktion «Bots herausfiltern» aktivieren

Google bietet in den Einstellungen selber eine Funktion, bei der bekannte Bots und Spiders ausgeschlossen werden. Diese Funktion sollte man anwählen.

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So hat man ein sauberes Google-Analytics-Konto, das keine falschen Daten mehr enthält. Da Spammer jedoch immer wieder neue Wege finden, z. B. über nicht existierende Zielseiten oder Keywords, müssen Spamfilter regelmässig überprüft und erneuert werden.

Eine aktuelle Liste der meisten bekannten Spam-Domains findet man hier.

Der wirkungsvollste Filter, der die meisten Spamversuche verhindert, ist der Hostname-Filter. Ist dieser richtig gesetzt, werden bereits 99 % der Spamanfragen blockiert.


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Theres Sidler

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