TYPO3 trifft WordPress

In einer sich ständig ändernden Welt, geprägt von Technologie und Fortschritt, ist es gerade für mich als Webentwickler wichtig, am Ball zu bleiben. Deshalb bin ich ständig auf der Suche nach neuen Herausforderung, um mich für die Zukunft zu wappnen. So kommt es, dass ich nach drei Jahren TYPO3 den Rücken zukehre und mich auf das „Abenteuer“ WordPress begebe. Mit diesem Beitrag möchte ich euch einen Einblick in die Welt der Webentwicklung geben und auf die aus meiner Sicht vier wichtigsten Punkte bei einem CMS eingehen:

Installation
Performance
Community
Security

Die Installation

Schon bei der Installation wird mir klar, dass hier zwei komplett unterschiedliche Philosophien gelebt werden. WordPress setzt auf eine hohe Entwicklerfreundlichkeit und gewährt dem Entwickler viel Freiheit. TYPO3 wiederum setzt auf starke Strukturierung und einheitliche Codierung. Als ich vor ein paar Jahren meine erste TYPO3-Installation durchführte, brauchte ich gut und gerne drei Stunden, um das ganze zum Laufen zu bringen. Auch aktuell ist immer noch mit einem Zeitaufwand von bis zu zwei Stunden zu rechnen.

Dementsprechend überrascht war ich bei meiner ersten WordPress-Installation. Diese beanspruchte gerade mal fünf Minuten meiner kostbaren Zeit. Und auch die Konfiguration geht innerhalb eines halben Tags vonstatten. Ein eindeutiges Plus für WordPress.

Performance

Für mich als JavaScript-Enthusiast ist Performance das A und O. Deshalb lege ich viel Wert auf einen sauberen und schnellen Code. Der User soll das bestmögliche Erlebnis bekommen. Umso deprimierender ist es, wenn einem von Seiten CMS schon Steine in den Weg gelegt werden. Genau das macht TYPO3. Dies durch einen stark überfluteten Core und die Abhängigkeit von teils mangelhaften Extensions (Plugins), startet man schon mit einem deutlichen Rückstand ins Rennen. So kommt es zum Beispiel, dass man an ein nur mittelmässiges Caching System mit geringem Optimierungspotenzial gebunden ist.

Ganz anders sieht es WordPress vor. Dieses liefert von Haus aus nur die wichtigsten Grundfunktionalitäten mit. Zunächst mag das wie ein Nachteil klingen. Doch durch die Vielzahl an Plugins, kann jede Installation perfekt auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Dadurch bleibt die Installation deutlich schlanker und man verwendet keinen toten, überflüssigen Code.

Für mich ist der Fall klar: WordPress ist der eindeutige Sieger im Performance-Duell.

Community

Der Erfolg am CMS-Himmel steht und fällt mit der Community.  Denn diese macht ein CMS schliesslich gross. Deshalb frage ich mich schon seit einiger Zeit wie es dazu kommt, dass die WordPress-Community um ein Vielfaches grösser ist. Und dies trotz seinem kürzeren Bestehen am Markt. Lange habe ich darüber nachgedacht und ich glaube, die Antwort ist ebenso einfach wie einleuchtend.

WordPress macht Spass!

Man kommt schneller und einfacher zum selben Ziel. Ist das nicht das Einzige, das zählt?

Definitiv! Als Entwickler will ich einfach nur coden und nicht durch zu starke Struktur meiner Kreativität beraubt werden. Diese Atmosphäre ist in der ganzen Community spürbar. Leute aus verschiedensten Firmen treffen sich bei sogenannten Meetups, um sich gegenseitig weiterzubringen. Es ist ein freundliches Miteinander, wie ich es in meiner TYPO3-Karriere nie erlebt habe. Viele TYPO3-Agenturen sind eiskalte Konkurrenten und das Wissen ist zu Match-entscheidend, um es einfach weiterzugeben. Auch den wachstumsentscheidenden Open-Source-Gedanken trifft man in dieser Szene nur selten an.

Ich persönlich kann mich viel mehr mit der WordPress-Community identifizieren. Die Leute sind einiges zuvorkommender und harmonieren untereinander besser.

Security

Glaubt man den Aussagen von TYPO3-Entwicklern, so existiert der Begriff Security unter WordPress nicht. Berühmte WordPress-Seiten wie zum Beispiel die der New York Times, dem Forbes Magazine oder dem Wallstreet Journal sind demnach nicht sicher?

Wer’s glaubt wird selig. Fakt ist: Beide CMS weisen in ihrer Grundinstallation Sicherheitslücken auf. Um diesen entgegen zu wirken, erscheinen sogenannte Security Updates. Soweit, so gut. Oder auch nicht. Erfahrungsgemäss werden bei sehr vielen TYPO3-Installationen keine Security Updates gemacht. Denn diese sind mit hohem Arbeits- und Kostenaufwand verbunden. Ganz anders bei WordPress. Danke der Autoupdate-Funktion können dies mit einem Klick ausgeführt werden. Diese Bequemlichkeit sorgt dafür, dass viele Installationen immer up to date sind. Zudem können Backups direkt in die Cloud geladen werden.

Für mich steht fest: Mit einer guten Plugin-Wahl und regelmässigen Updates erreicht man mit WordPress einen höheren Security Level, als bei vielen TYPO3-Installationen.

Mein Fazit

Alles in allem bin ich sehr glücklich mit meinem Wechsel. Mit WordPress setzte ich – das ist mir klar – auf ein zukunftssicheres CMS. Ich bin gespannt, wo die beiden CMS in fünf Jahren stehen und werde ihre Entwicklung stets weiterverfolgen.


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Orlando Wenzinger

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